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Familienminsterin: Filtertüten fürs Internet |
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Geschrieben von OskarMaria
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Donnerstag, 12. Februar 2009 |
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Ursula von der Leyen,
Familienministerin, gibt sich kämpferisch. Mit aller Macht will sie
am populistischen Ziel eines Internetfilters festhalten, der Seiten
mit Kinderpornografie aus dem Netz fischen soll. Grundlegende
Bedenken der Fachleute wischt sie lapidar vom Tisch, einer kritische
Studie des wissenschaftlichen Diensts des Bundestages attestiert sie,
das Thema verfehlt zu haben und benotet diese als „unterirdisch".
Tatsächlich scheint das Thema Internet nicht zur Kernkompetenz einer
Familienministerin zu gehören, denn viele ihre Äußerungen lassen
vermuten, dass ihr die Tragweite solch eines Sperrfilters überhaupt
nicht bewusst ist. Tatsache ist aber auch, dass die Politik immer
mehr versucht, mit nationalen Gesetzen dem weltumspannenden
anarchischen Informationsnetz beizukommen. Natürlich ließe sich
eindeutige Kinderpornografie auch in den meisten Ländern rechtlich verfolgen,
in denen die Angebote gehostet werden. Allerdings sind in einigen
Staaten der USA zB Angebote mit Fotos oder Zeichnungen von nackten
Kindern in nicht sexuell dominierender Pose keineswegs verboten, in
Deutschland dagegen werden solche Seiten wahrscheinlich gesperrt.
OskarMaria, 12. Februar 2009
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